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Krimi am ersten Brett
Lüdenscheid, 6. Dezember In der Verbandsliga Südwestfalen empfing die Svgg Lüdenscheid die SG Ennepe-Ruhr-Süd. Angesichts der DWZ-Überlegenheit der Gäste hatten die Lüdenscheider im Vorfeld nur wenig Hoffnung auf einen Punktgewinn. Doch es sollte sich ein sehr ausgeglichener und hochspannender Mannschaftskampf entwickeln. Beim Stande von 3,5:3,5 schauten alle auf das Spitzenbrett, wo sich der Internationale Meister Eugen Tripolsky und Thomas Windfuhr gegenübersaßen. Der Ausgang dieser Partie musste den gesamten Mannschaftskampf entscheiden.
Thomas Windfuhr sah zunächst einen heftigen Schwerfiguren-Angriff auf seinen König zurollen. Er musste mit dem Monarchen bis in die Brettmitte fliehen und sah sich ständigen Schachgeboten ausgesetzt. Aber Windfuhr machte aus der Not eine Tugend und warf seinen Freibauern, unterstützt durch den umhertaumelnden König, einfach nach vorne. Und dies zahlte sich aus: als der Angriff auf den König allmählich versandete war klar, dass nun Windfuhr mit seinem Freibauern auf Gewinn spielen konnte. Die Gewinnführung dauerte allerdings buchstäblich bis zur letzten Sekunde. Schließlich überschritt Tripolsky in hoffnungsloser Stellung die Zeit und die Überraschung war perfekt!
Ein Showdown am Spitzenbrett, bei dem die zahlreichen Zuschauer Nervenkitzel pur erlebten.
| Svgg Lüdenscheid |
DWZ |
- |
SG Ennepe-Ruhr-Süd |
DWZ |
4,5:3,5
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| Thomas Windfuhr |
2025 |
- |
IM Eugen Tripolsky |
2220 |
1 : 0
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| Rolf Larisch |
2043 |
- |
Stefan Arndt |
2114 |
1 : 0
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| Andreas Schäfers |
1962 |
- |
Norbert Bruchmann |
2095 |
0 : 1
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| Philipp Denger |
1997 |
- |
Achim Heller |
1978 |
0,5:0,5
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| Ivan Scherbanev |
1866 |
- |
Eric van der Gaag |
2017 |
1 : 0
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| Klaus Schwarz |
1809 |
- |
Udo Garweg |
1961 |
0,5:0,5
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| Ryszard Galicki |
1871 |
- |
Michael Drzasga |
1974 |
0,5:0,5
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| Michael Wärtsch |
1677 |
- |
Martin Schaefer |
1860 |
0 : 1
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Damit schiebt sich die Schachvereinigung bis auf den zweiten Tabellenplatz vor!
Die erste Entscheidung des Tages fiel am dritten Brett: Andreas Schäfers ließ sich von der Zeitnot seines Gegners, Norbert Bruchmann, anstecken und blitzte eifrig mit. Der Schuss ging allerdings nach hinten los, denn Bruchmann konnte eine offene Diagonale für sich nutzen und gewinnen.
Nur Minuten später gab es zwei friedliche Remis am vierten und siebten Brett. Philipp Denger konnte gegen Achim Heller zwar einen Bauern gewinnen, aber Hellers Figuren waren aktiver postiert und so einigte man sich auf die Punkteteilung. Ryszard Galicki kämpfte mit einem Minusbauern gegen Michael Drzasga. Im Endspiel konnte sich Galicki aber dank der ungleichfarbigen Läufer ins Remis retten.
Den 2:2-Ausgleich erzielte Ivan Scherbanev gegen Eric van der Gaag. Dem Lüdenscheider gelang es, eine Dame im Tausch für einen Läufer und einen Turm zu gewinnen. Diesen Vorteil verwertete er sicher und baute seine hervorragende Bilanz weiter aus auf nunmehr drei Siege aus vier Saisonspielen.
Rolf Larisch musste sich zunächst gegen das aktive Spiel seines Gegners, Stefan Arndt, verteidigen. Als Arndt etwas den Faden verlor nutzte Larisch seine Chance und gin zum Gegenangriff über. Unterstützt von einem stark aufgestellten Läuferpaar konnte seine Dame schließlich mattsetzen.
Teamkapitän Klaus Schwarz stand gegen Udo Garweg in der Eröffnung etwas unter Druck, konnte sich aber im Mittelspiel befreien und sogar in ein leicht besseres Endspiel abwickeln. Trotz seiner aktiven Figuren gelang es ihm aber nicht, die Stellung seines Gegners zu knacken. In beiderseitiger Zeitnot einigte man sich auf Remis.
Eine über weite Strecken ausgeglichene Partie spielten Michael Wärtsch und Martin Schaefer. Doch der Lüdenscheider kam in heftige Zeitnot und beging kurz vor der Zeitkontrolle im 40. Zug den entscheidenden Fehler, der ihn eine Figur und damit die Partie kostete.
Hiernach stand es 3,5:3,5 und alle Spieler und Zuschauer belagerten das erste Brett, wo der besagte Showdown in die entscheidende Phase ging.
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